Katja (Maria) Werker in der Brotfabrik

Auf Katja Werker wurde ich über das Hifi-Forum durch User haichen aufmerksam. Ich war sofort Feuer und Flamme für ihre Musik und vor allem für ihre Stimme! Nun ergab es sich, dass ich just nachdem ich zwei CDs von ihr bestellt hatte, gesehen habe, dass sie am 1.4. in der Brotfabrik in Frankfurt/Hausen auftreten sollte.

Die Brotfabrik ist wie geschaffen für diese Art von Musik: Der Saal ist relativ klein und strahlt eine geradezu familiäre Atmosphäre aus. Hinzu kam, dass es an diesem Tag Probleme mit der Technik gab: Durch die Beleuchtung gab es Brumm-Einstreuungen in den Instrumenten und Mikrofonen. So entschied sich die Crew dazu, das komplette Konzert bei Kerzenschein stattfinden zu lassen. Schöner hätte man sich es nicht vorstellen können!

Auf der Bühne standen etwa 8 Instrumente, die zu Spekulationen führten: Eine so große Band? Das kann doch nicht sein… Auf der Bühne erschienen dann doch nur drei Personen: Sie, ein Gitarrist und ein Schlagzeuger. Alle drei zeichneten sich jedoch dadurch aus, dass sie kreuz und quer die Instrumente bedienten: So spielte sie häufig auch Bass und auch der Schlagzeuger griff ab und an ebenfalls zum Bass. Ukulele und E-Gitarre gesellten sich ebenso zum Reigen der „Zupfinstrumente“.
Das Konzert begann sehr intim nur mit ihr und ihrer Gitarre. Hier zeigte sich auch gleich die Stärke von Katja Werker: Sie alleine, nur mit Gitarre bewaffnet, gehört zu den besten Sängerinnen und Songwritern, die die Republik hervorgebracht hat. Im Saal machte sich auch entsprechend Gänsehaut breit.

Nun hat sie sich, wie die meisten Künstler es ja eigentlich sollten, seit ihrem Debüt „Contact myself“ stark weiterentwickelt. Folgerichtig dominierten den Abend Songs von ihrem aktuellen Werk „Leave that thing behind“. Diese Lieder haben weniger die Schwermütigkeit des Erstlingswerkes und so sprühte der Abend, trotz ernster Texte, geradezu vor Lebenslust. Dazu trug auch die unkomplizierte Art und Weise der Kombo bei, die immer für einen guten Scherz zu haben war. √úberhaupt kam man sich eher wie bei einem Wohnzimmerkonzert als bei einem „richtigen“ Konzert vor.

Die Begleitung der drei durch eine vierte „Person“ (den Herrn a-DAT) wurde vom Publikum gemischt aufgenommen. Mir erschien das jedoch nur als folgerichtige Ergänzung, die dem ganzen mehr Fülle gab und die Kombo gut ergänzte (wenn auch ab und zu die Einsätze ein wenig zeitversetzt waren – ein kleines Manko, an dem man während der Tour sicherlich noch arbeiten kann).

Gegen Ende gab es noch ein kleines Schmankerl: Sie hat eine kleine CD zusammengestellt, die 6 Lieder enthält, die bisher auf keiner CD zu finden sind und von ihr schon 1999 aufgenommen wurden. Diese gab es, von ihr selbst gebrannt und eingetütet, gegen Ende käuflich zu erwerben. Eines der Lieder hat sie am Schluss auch noch vorgestellt: „Paisteboard tiger“ schwebte durch den Raum, wieder nur von ihr mit Gitarre interpretiert.

Selbst gebrannt: 6 schöne Titel auf einer CD

Die Titel auf dieser CD wird sie wohl auch noch einmal offiziell veröffentlichen. Zur Zeit kann man diese CD jedoch nur auf ihrer Tour erwerben.

Das Konzert von Katja Werker war ein wunderbares Erlebnis, das ich jedem sehr empfehlen kann. Die Tour läuft zur Zeit noch: Am 29.4. ist sie dann im Stahlwerk in Düsseldorf zu bewundern.

http://www.katjawerker.de

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