Mein Lieblingslabel macht wieder eine Party!

Das Frankfurter Label Hazelwood veranstaltet am Sonntag, den 25.9.2005 wieder eine legendäre Yellow Stage Party. Getreu dem Motto TAKE IT TO THE STUDIOS! Chapter 4 groovt es sicherlich wieder ungemein gut! Diesmal:

DM BOB & COUNTRY JEM + JOHN Q IRRITATED CD-Release-Inferno bei Hazelwood!

Um 21.00 Uhr geht es los. Anmeldungen unter: 069 / 9784 0266, Eintritt EUR 10,00. Weitere Infos zu BM BOB gibt es hier.

DM BOB

Neuerwerb: Neon Blue von Muriel Zoe

Das ACT-Label ist für einen hohen Standard, sowohl aufnahmetechnisch als auch interpretatorisch, bekannt. Die zweite CD von Muriel Zoe ist somit kein Aufguss ihres Erstlingswerks, sondern eine durch und durch neue Auflage eines anderen Stils. War die erste CD noch eher jazzig und gefüllt mit Standards, so ist „Neon Blue“ eher folk- und poplastig und geradezu beschwingt. Lässig interpretiert sie Pop-Klassiker wie „A hard day’s night“ oder „Ring of fire“ und erfreut den Zuhörer dabei mit ihrer klockenklaren Stimme, begleitet von einer sehr gut harmonierenden Band. Dabei triftet sie jedoch nicht in die Banalitäten des Pop-Einheitsbreis ab, sondern bleibt ihrem manchmal etwas „kantigem“ Stil gerecht.

Eine sehr schöne CD zum Entspannen und Hinhören.

Cover

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Neuerwerb: Daily Mirror mit Rebekka Bakken und Wolfgang Muthspiel

Was soll man sagen, wenn eine Stimmakrobatin und ein Akrobat an der Gitarre aufeinandertreffen und ihre unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen zusammenwürfeln? In diesem Fall sicherlich eines: Fantastisch, goßartig, unkonventionell und kreativ.

Daily Mirror ist sicherlich mit die beste CD, die ich mir in den letzten Jahren zugelegt habe: Zwischen Jazz, Folk und zeitgenössicher Musik hin- und herspringend entfachen die beiden mit der exzellenten Band ein Feuerwerk an Emotionen, das seinesgleichen sucht!

Sie – die kühle Osloerin – haucht, summt und umschmeichelt einen so mit ihrer Stimme, dass man innerhalb weniger Minuten um sich herum alles vergisst. Das kongeniale Gitarrenspiel von Wolfgang Muthspiel tut sein übriges dazu, diese CD als Offenbarung zu empfinden. Die ausgezeichneten Mitmusiker sorgen dabei dafür, dass diese CD sich eigentlich keinem wirklichen Stil zuordnen lässt.

Eine fantastische CD, ebenso fantastisch aufgenommen.

Cover

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5. Hazelwood Independent Festival

Gestern war ich auf dem 5. Hazelwood Independent Festival in der Batschkapp in Frankfurt. Was Gordon und seine Jungs dort auf die Beine gestellt haben, war unglaublich! Hazelwood hat die Creme de la Creme des Labels aufgefahren, die mächtig für Stimmung gesorgt hat. Mit dabei waren u.a.: Mardi Gras.BB, The Broken Beats, Low 500 und King Khan and the Shrines.

Mit Low 500 begann der Abend. Hazelwood hat Bands unter Vertrag, die live einfach unglaublich gut spielen. So sorgte diese Band für viel Stimmung im Publikum, nicht zuletzt wegen ihrer schrägen Outfits, die sehr an die U-Bahn Kontrollöre erinnerten. Aber auch musikalisch bewegen sich die Jungs auf sehr hohem Niveau! Leider war das Set von Low 500 am kürzesten.
Nach kurzer Umbaupause ging es mit The Broken Beats weiter. Gordon hat sie mit „vielleicht die beste europäische Band“ tituliert, und ich muss ihm uneingeschränkt Recht geben. Sie überraschten mit exaktem Timing und einem Groove, der seinesgleichen sucht. Vor allem der Bass überraschte mit wunderbarem Groove, was sicherlich nicht nur an der süßen Bassistin lag! ;-) Diese Band wird bestimmt eine der ganz großen – vorausgesetzt, die Mitglieder wollen das auch.
Danach swingten Mardi Gras.BB über die Bühne, dass es die wahre Pracht war! Die fetten Bläsersätze konnten wie immer überzeugen und brachten die Halle zum Toben. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie das deutsche Publikum auf Blasmusik reagiert! ;-)
Mit ein wenig Verspätung starteten King Khan and the Shrines. Der stimmlich an James Brown erinnernde Sänger wirbelte auf der Bühne herum und wurde in seiner „Ekstase“ von fetten Bläsern begleitet. Leider war die Abmischung bei King Khan definitiv zu laut, so dass wir den Rückzug antraten – dennoch:

Ein durch und durch gelungener Abend mit viel Spaß, der seine bescheidenen 12 Euro mehr als wert war.