Gravis mag keine Macs verkaufen

Es ist echt irre. Gravis scheint der reichste Apple-Händler der Republik zu sein! Wie sonst kann man sich erklären, dass sie ein Angebot über mehr als EUR 3.000 einfach nicht abgeben wollen? Ich wäre ja bereit, das Geld auszugeben für das Büro, aber ich bekomme das Angebot einfach nicht auf den Tisch.

Aber der Reihe nach: Als guter Geschäftsmann muss man ja immer mal mehrere Angebote einholen. So auch diesmal: Ich wollte eigentlich einen Mac Pro bestellen, der mit 4GB RAM ausgestattet ist, eine weitere 500GB Festplatte enthält und dazu noch ein schönes 23“ Cinema-Display. Nun lässt sich im Webshop von Gravis ein solcher Rechner nicht konfigurieren, wie es andere Händler z.B. vormachen. Nun, das ist nicht ganz so schlimm, da ich eh immer ein schriftliches Angebot haben möchte. Ein Anruf bei der im Web-Shop angegebenen 030-Bestell-Hotline führte de facto zu keinem Ergebnis, da der dortige Supportmitarbeiter (Singular, ja, durchaus – so kam es mir vor) chronisch überlastet ist und man sich über etliche Minuten die wunderbaren Angebote von Gravis anhören kann – leider war meine Konfiguration nicht dabei. Nun, dann gibt es ja noch den Shop in einer ziemlich großen hessischen Stadt. Deren Nummer war auch auf der Website angegeben. Doch immer, wenn ich da angerufen habe, bin ich in der Zentrale in Berlin gelandet, weil die Mitarbeiter im Shop so viele iPods verkaufen müssen, dass sie nicht ans Telefon kommen können. Die Zentrale gab mir dann den Tipp, eine Mail an den Shop zu schreiben mit meinen Wünschen. Gesagt, getan. Am 12. Dezember habe ich die Mail abgeschickt.

Da ich bis zum 14.12. keine Antwort bekommen habe, ich aber just an diesem Tage noch ein Geburtstagsgeschenk für eine iPod affine junge Dame besorgen musste, bin ich einfach im Shop vorstellig geworden. Die verwirrten Mitarbeiter meinten, ja, die Mail sei angekommen, man habe das Angebot auch rausgeschickt und es sei im Angebotsordner. Auf meine Bitte, mir das Angebot dann doch auszuhändigen, stellte sich heraus, dass das besagte Angebot gar nicht für mich bestimmt war. Meine Mail wiederum war wohl unauffindbar. Dann bat ich darum, doch gerade die Eckdaten aufzunehmen und mir das Angebot per Fax zu schicken. Unter Angabe meiner Kundennummer zzgl. Faxnummer wurden dann alle Daten aufgenommen und man versprach mir, das Angebot noch am selben Tag, spätestens Montag zu schicken. Heute ist Donnerstag, bald ist Weihnachten und der Weihnachtsmann von Gravis hat mir bisher nichts geschickt. Schade.

Mittlerweile habe ich zwei weitere Angebote anderer Händler, die übrigens innerhalb von 3 Stunden (sic!) die Angebote rausgeschickt haben. Das nenne ich Kundenservice! Einer der beiden wird den Zuschlag sicherlich bekommen.

Ich versteh das einfach nicht. Stellt sich mir nur die Frage, ob es jetzt an Gravis generell liegt oder an dem Shop in der großen hessischen Stadt?!

Wer Ironie in diesem Beitrag erkennt, möge sie behalten.

Eine Antwort auf „Gravis mag keine Macs verkaufen“

  1. Frag‘ mal David, welcher bei Gravis in der hessischen Metropole ein MacBook Pro erworben hatte. Er wird dort nie wieder einkaufen. Ich aber auch nicht, denn glücklicherweise gibt es ja einen neuen Mac-Laden dort in der Nähe. :-)

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