Der hr will „Der Ball ist rund“ und „Rebell“ abschaffen

Die Sendungen „Der Ball ist rund“ und „Rebell“ auf hr3 sollen zum Jahresende abgeschafft werden. Wieder einmal verneigen sich die Öffentlich-Rechtlichen vor der Blödheit, Stumpfheit und Kulturlosigkeit, die uns überall im Format-TV und -Radio tagtäglich verfolgen. Insofern hat Marcel Reich Ranicki wohl doch Recht gehabt, als er auf das TV schimpfte. Nun also auch das Radio…

Wie schlecht können Sendungen sein, die sich 34 Jahre („Rebell“ und „Kramladen“), bzw. 25 Jahre („Der Ball ist rund“) gehalten haben und sich einer treuen Hörerschaft erfreuen? Selbst wenn „nicht messbare“ Quoten vorhanden sind, sollte man die Verantwortlichen beim hr mal wieder an ihren Bildungsauftrag erinnern! hr3, schon jetzt de facto unhörbar geworden, wird sich damit keinen Gefallen tun. Die beiden Sendungen waren der eigentliche Grund, dass hr3 überhaupt noch auf meinem Tuner einprogrammiert ist! So muss man nun ausweichen auf den Zündfunk oder ähnliches – oder halt doch immer mehr streamende Sender über das heimische WLAN hören. Schade, schade.

Herr Bombach, bitte denken Sie über all das nochmal nach! Um Ihnen auf die Sprünge zu helfen, gibt es auch eine Onlinepedition, die doch bitte von allen Tomblogg-Lesern unterzeichnet werden sollte!

Hessen SPD ist am Ende

Soeben kommt es über die Ticker: Die Andrea hat keine Mehrheit in der eigenen Fraktion. Vier Abweichler werden heute wohl noch aus der SPD austreten aus der Fraktion austreten und gegen 12.45 Uhr eine Pressekonferenz einberufen. Für die Hessen-SPD dürfte das das Aus über viele Jahre bedeuten. Mein Respekt gilt den vier standhaften Abweichlern, die moralisch richtig gehandelt haben und integer geblieben sind! Beim Spiel mit dem Feuer (namentlich den Linken) hat sich nun die ganze Partei verbrannt. Das sollte ein Zeichen für die Bundes-SPD sein, die ja mit Münte und Frank Walter schon Zeichen gesetzt hat. Macht weiter so, ihr habt für diesen Kurs (zumindest hier in Hessen) die gefühlte Mehrheit und Zustimmung in der Bevölkerung.
Anderseits werden wir den Roland jetzt nicht so schnell los, denn sollten die vier den Roland dulden, dann wäre eine Koalition aus CDU und FPD mehrheitsfähig. Tragbar ist für mich keiner der beiden (weder Andrea noch Roland), insofern enthalte ich mich einem Urteil, wer denn nun besser für Hessen ist. Ich find’s jedenfalls gut, dass es noch Menschen mit Moral und eigenem Gewissen gibt – insofern sollten wir die Hoffnung nicht aufgeben.

Morgen ist Macoun…

.. und ich bin schon ein wenig aufgeregt! Wird alles klappen? Wird die Technik nicht versagen? Werden alle satt werden? Wie kommen die Vorträge an? Werden sich alle wohlfühlen? Hat jeder an seine Karte gedacht? In wenigen Stunden geht es rund: Aufbau, Test usw. usf.

Ich freu‘ mich riesig darauf!

Das Ende einer Legende: ein Nachruf auf den Kiosk am Bahnhof

Es gibt Örtlichkeiten in Stadtteilen, die eigentlich jeden stören: man mokiert sich über das Publikum, die Lautstärke und das niedrige Niveau. So war das auch über viele Jahre hinweg beim Kiosk am Rödelheimer Bahnhof: Wie oft hallte das Krakele der betrunkenen Gäste gegen Abend durch die Radilostraße und wie oft kam es mit den örtlichen Jugendlichen mit „Migrationshintergrund“ zu Rangeleien, die auch ab und an das Revier 11 aus der Westerbachstraße auf den Plan riefen.

Mit all dem ist jetzt Schluss! Seit einigen Tagen wird der Kiosk abgerissen und am Bahnhofsvorplatz ist nichts mehr wie sonst, denn eines muss man sagen: So schräg und problematisch diese Ecke oft war, so charmant und eigen war sie in ihrer Ruppigkeit und so seltsam anheimelnd auf ihre ganz spezielle Art: bot sie doch vielen verirrten Seelen eine Heimat. Diese werden nun weiterziehen müssen, vielleicht auf die Insel oder eben ganz woanders hin. Ich weiß nur eins: Der Kiosk wird mir nach knapp 14 Jahren Rödelheim einfach fehlen! Und wer glaubt, dass nun die neue Unterführung und die Renovierung des ganzen Areals kommt, der hat sich ganz bestimmt geschnitten!