Verstehe einer das Internet…

Es gibt automatisierte Skripte, die Blogsysteme, wie Tomblogg.de eines benutzt, mit Kommentaren zuballern – d.h. ich habe hier im schönen Abstand von ca. 2 Wochen zu jedem (!) Bericht verschiedene Kommentare, meist gespickt mit a) politischen oder b) kommerziellen (Onlinepoker etc.) Inhalten. Zu dumm, dass die Skripte nicht merken, dass ihr Geschwafel nicht veröffentlicht wird…
Mir erschließt sich nicht der Nutzen von solchen automatisierten Systemen – aber naja, vielleicht bin ich zu altmodisch oder denke zu logisch. Keine Ahnung.

Update der Seiten

Seit heute gibt es Tomblogg im neuen Gewand. Ich bin zur Zeit noch am
Aktualisieren, d.h. der finale Look ist noch nicht erreicht. Die Umstellung auf „WordPress“ hat viele Vorteile: Zum einen ist diese Anwendung sehr viel kompakter und schneller, zum anderen kann ich über ein Stylesheet das komplette Aussehen direkt beeinflussen, ohne im Haupt-Code etwas verändern zu müssen. Ich gebe Bescheid, wenn alles final ist.

Sarah Vaughan Aufnahmen auf CD

Sarah Vaughan ist eine der alten großen Damen des Jazz. Es gibt unzählige Aufnahmen von ihr. Diese jedoch ist eine Ausnahme und sticht aus der Masse heraus.

Bei den Aufnahmen handelt es sich um Aufnahmen aus dem Jahr 1961, die von den Originalbändern (3 Kanäle) neu gemastert wurden. Es wurde dabei mit sehr viel Sorgfalt gearbeitet, nichts wirkt digital verändert oder „aufgepeppt“.

Plattencover

Erstaunlich ist dabei, wieviel an Emotionen rüberkommt. Ich bin sehr beeindruckt von dieser Scheibe! Nicht nur die ungewöhnliche Besetzung mit nur einer Gitarre und einem Bass (kein Schlagzeug) spielt dabei sicherlich eine Rolle, sondern auch die subtile Interpretation altbekannter Jazz-Standards.

Empfehlenswert für alle, die vocal-lastigen Jazz mögen und ein echter Genuss an einer hochwertigen Anlage, auch wenn bei den ersten beiden Liedern etwas Verzerrungen in der Stimme auftreten.

Sarah Vaughan: „After Hours“, Label: EMI

Sie sind da: Die beiden Sehring S700 Lautsprecher mit Standfuß

Ich bin kein Techniker und habe eigentlich keine Ahnung von Lautsprechern. Hier geht es nicht um Watt und Dezibel, Frequenzweichen, Bi- oder Monowiring. Hier geht es um Gefühle! Um Emotionen! Und es geht darum, wie zwei kleine Holzkisten das Leben verändern können.

Vor ca. 17 Jahren habe ich mir von meinem sauer verdienten Taschengeld zu meinem Harman Verstärker die MB Quart 350s gekauft. Eine Box, die meiner Meinung nach vom Budget und Klang her ein absolut super Preis-Leistungsverhältnis bietet. Ich war immer sehr zufrieden mit ihr.

Vor ein paar Jahren habe ich dann Stück für Stück meine Hauptkomponenten komplett auf Myryads M-Reihe umgestellt, also Verstärker (MI 120), CD-Player (MCD 100) und DVD Player (MDV 200). Schon vorher kam ein Thorens TDK 146MKV hinzu. Und ich war immer noch sehr zufrieden mit den Quarts, denn
auf einmal konnte man Dank des Verstärkers ja viel mehr hören und „erkennen“…

Bei einem Bekannten (baut Boxen selbst und programmiert Surround DSPs…) habe ich dann vor zwei Jahren (!) erkannt, was aus dem Myryad wirklich rauskommt – der Wunsch nach neuen Boxen war geboren. Getreu dem Motto „Die Boxen müssen mindestens genau so viel kosten wie der Verstärker“ machte ich mich auf die Suche nach Boxen in der 1.500 bis 2.000 Euro-Klasse. Erschwerend kommt hinzu, dass der
zu beschallende Raum eigentlich sehr klein ist (ca. 15qm) und unter dem Dach liegt (eine schräge Wand). So sollten es auf jeden Fall kleinere „Kompaktboxen“ werden und meine Quart 350s, die zwar recht schmal, aber auch recht hoch und in diesem kleinen Raum recht bullig wirkte, ablösen.

Ich will jetzt nicht die ganze Geschichte erzählen, aber einige Schlüsselstationen möchte ich doch hier kurz aufführen.

Die Erkenntnis: Was für ein Hörer bin ich eigentlich?

Durch den erwähnten Bekannten wurde mir erstmalig richtig bewusst, was es heißt, vor einem „Monitor“ zu sitzen, also vor einer Box, die absolut neutral und verfärbungsfrei spielt. Da ich selbst auch musiziere, gefiel mir das sehr gut und ich habe versucht, in dieser Richtung weiter zu forschen. Etlichen Händlern bin ich seitdem auf den Nerv gegangen, immer meine Lieblings-CDs zur Hand. Fangt jetzt nicht an zu schimpfen: ich habe auch zu Hause genug gehört – hier ging es mir immer erstmal um eine Vorauswahl. Im August begann auch mein Endspurt, da ich das Geld zur Seite gelegt und auch ein „go“ meiner lieben Partnerin bekommen hatte ;-)

Die Auswahl

Firmen wie Canton, T+A und auch Quart sind von vornherein ausgeschieden. Sie verfremden mir alle den Klang zu stark (ich höre primär Jazz und Klassik) im Vergleich zu weiter unten erwähnten Produkten. Ich lege Wert auf neutralen und nicht mupfigen Bass, eine Sache, mit der scheinbar viele Hersteller echte Probleme haben, von der Höhenlastigkeit und ausgewogenen Mitten ganz zu schweigen. Wie auch immer, am Schluss musste ich mich schließlich entscheiden, und die B&W 705, 805, die Sonus Faber Concertino und die Cremona Auditor (mal zum Testen, ist schließlich rund 1.000 Euro teurer als mein gestecktes Ziel) zierten das kleine Zimmer. Um es kurz zu machen: B&W ist sofort rausgefallen, weil viel zu stark verfärbend in meinen Ohren (obwohl die mir vorher im Laden gut gefielen). Ich bin wie gesagt kein Techniker, aber irgendwie haben die alles „anders“ abgebildet – weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Es mag Leute geben, denen das zusagt, aber naja… nicht mein Fall, ehrlich nicht. Bei Sonus Faber war das schon anders: Die scheinen dem Monitor-Charakter sehr nahe zu kommen. Alles
spielte durch die Bank weg sehr ausgewogen, filigran und doch bassstark. Die Cremona noch einen guten Tick „freier“ (alles waren Testlautsprecher, schon eingespielt). Wunderbare Lautsprecher!

Es schien so, als würde die SF Concertino demnächst meinen Raum zieren oder eine Verschiebung des Zeitpunktes des Einkaufes zugunsten der Cremona stattfinden…

S700

Vor kurzem war ich in Berlin und konnte mit Herrn Sehring einen Termin im Vorfeld ausmachen. Abgesehen davon, dass er ein wirklich netter Typ ist, fand ich das wirklich toll, dass er uns (meine Freundin und mich) so herzlich empfangen hat. Stundenlang konnten wir dann bei ihm „rumhängen“ und das komplette Sortiment durchhören, wobei wir uns auf die 7er Reihe mit der 700er und der 701 beschränkten. Vor Ort war ich sofort Feuer und Flamme für diese Boxen. Wow, wow, wow…. feine
Zeichnung, neutraler und kräftiger Bass usw. Ich war hin und weg. Die mussten zu mir nach Hause zum Testen – unbedingt.

Seit dem 22.12. habe ich die 700er mit Ständer zu Hause, mittlerweile auch schon ganz gut eingespielt (100 Stunden gibt Sehring vor, ich halte das für sehr lang, wobei man den Effekt des Einspielens stark mitbekommt bei diesen Boxen). Ich kann sie, wenn ich will, nach 2 bis 3 Wochen wieder zurückgeben.

Aber das werde ich nicht tun!

Letzte Nacht (nach 4 Stunden Einspielen, ohne dass ich drauf geachtet hätte, und dann dem ersten ultimativen „Hörtest“ zu Hause) ist etwas Seltsames passiert, was mir vorher noch nie passiert ist: Bei jeder CD, die ich eingelegt habe, hat es mir die Tränen in die Augen getrieben! So etwas habe ich noch nie erlebt und „erhört“.
Es gibt wohl so etwas wie eine Offenbarung und ich wünsche Euch allen, dass Euch das auch irgendwann einmal passiert. Nehmt Euch die Zeit und hört, hört, hört. Nur dann kann man das non-plus-ultra für einen selbst finden.

Schaut Euch die Geräte doch einfach mal genauer an….

In diesem Sinne: Einen guten Rutsch ins neue Jahr!