Zum Thema Lieblinge: John Zorn

Niemand muss Ihn mögen – wenige kennen ihn – die, die ihn kennen, spalten sich wie Atome… der bad guy des FreeJazz, ein Genie auf LSD, ein trashiger Dilettant? Was denn nun?

John Zorn spielt Altsaxophon und komponiert. Und er ist irgendwie wahnsinnig (meine Definition der Musik ist „TrashMetalBlastComicFunkPunkReggaeMetalJazz“) und ein Knitting Factory (New York) Schüler – noch Fragen? Es ist unglaublich, wieviel Energie in seinen Stücken steckt, aber es ist ebenso unglaublich, wie er komponiert: Er selbst sagt, sein großes Vorbild sei Carl W. Stalling, der die meisten Looney Tunes der Warner Bros. in den 40ern und 50ern vertonte. Und so, wie die Cartoons sind, arbeitet er auch: Collagenhaft, chaotisch, anarchisch und urkomisch. Sein musikalisches Spektrum ist aber viel weiter gefasst, so komponierte er viele moderne, aber sehr interessante Stücke für Streichquartet und Bläserensembles. Eine weitere Leidenschaft(nur filmerischer Natur) verbindet ihn mit der Sado/Maso-Filmerszene Japans. Hier hat er einige Filme vertont, die aus bestimmten Gründen in Europa nie zu sehen waren und sind. Die Soundtracks sind aber auf CD erhältlich – interessante, sehr schwermütige Sachen, die schwer eingängig sind. Seine Arbeit mit Bill Laswell unter dem Bandnamen „Pain Killer“ ist legendär und nichts für schwache Nerven. Hab ihn live Ende der 80er irgendwo im Schwäbischen mit seiner Combo „Naked City“ gesehen – es war unbeschreiblich!

Man mag ihn oder nicht – ich bin jedenfalls ein Fan!

Check it out:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000005J08/
(die CD für „Einsteiger“ – Naked City)

http://www.tzadik.com/
(sein eigenes Label mit sehr modernen Sachen)

http://members.tripod.com/%7EJFGraves/zorn-index.html
(inoffizielle Homepage über ihn, aber sehr informativ, wenn auch schlecht lesbar)

Miles Davis – kind of blue

Den Klassiker „Kind of Blue“ von 1964 kann ich jedem ans Herz legen, auch denen, die sich nicht wirklich für Jazz interessieren. Es gibt eine remastered Version, die vor allem die Lieder, die bei allen älteren Versionen zu schnell liefen (! Ja, bei einigen Liedern lief bei der Aufnahme das Band zu langsam, beim Abmischen aber wieder normal – daher Lied in falscher Tonlage) jetzt richtig enthält. Mit Cannonball Adderly, John Coltrane, Bill Evans u.a. ist das genau der Klassiker, den man haben sollte! Fern ab vom noch nicht wilden Jazz erkennt man sehr gut, wo in den Jahren danach die Reise hingehen sollte.

Kind of blue
Link zu Amazon

Verstehe einer das Internet…

Es gibt automatisierte Skripte, die Blogsysteme, wie Tomblogg.de eines benutzt, mit Kommentaren zuballern – d.h. ich habe hier im schönen Abstand von ca. 2 Wochen zu jedem (!) Bericht verschiedene Kommentare, meist gespickt mit a) politischen oder b) kommerziellen (Onlinepoker etc.) Inhalten. Zu dumm, dass die Skripte nicht merken, dass ihr Geschwafel nicht veröffentlicht wird…
Mir erschließt sich nicht der Nutzen von solchen automatisierten Systemen – aber naja, vielleicht bin ich zu altmodisch oder denke zu logisch. Keine Ahnung.

Update der Seiten

Seit heute gibt es Tomblogg im neuen Gewand. Ich bin zur Zeit noch am
Aktualisieren, d.h. der finale Look ist noch nicht erreicht. Die Umstellung auf „WordPress“ hat viele Vorteile: Zum einen ist diese Anwendung sehr viel kompakter und schneller, zum anderen kann ich über ein Stylesheet das komplette Aussehen direkt beeinflussen, ohne im Haupt-Code etwas verändern zu müssen. Ich gebe Bescheid, wenn alles final ist.