Sarah Vaughan Aufnahmen auf CD

Sarah Vaughan ist eine der alten großen Damen des Jazz. Es gibt unzählige Aufnahmen von ihr. Diese jedoch ist eine Ausnahme und sticht aus der Masse heraus.

Bei den Aufnahmen handelt es sich um Aufnahmen aus dem Jahr 1961, die von den Originalbändern (3 Kanäle) neu gemastert wurden. Es wurde dabei mit sehr viel Sorgfalt gearbeitet, nichts wirkt digital verändert oder „aufgepeppt“.

Plattencover

Erstaunlich ist dabei, wieviel an Emotionen rüberkommt. Ich bin sehr beeindruckt von dieser Scheibe! Nicht nur die ungewöhnliche Besetzung mit nur einer Gitarre und einem Bass (kein Schlagzeug) spielt dabei sicherlich eine Rolle, sondern auch die subtile Interpretation altbekannter Jazz-Standards.

Empfehlenswert für alle, die vocal-lastigen Jazz mögen und ein echter Genuss an einer hochwertigen Anlage, auch wenn bei den ersten beiden Liedern etwas Verzerrungen in der Stimme auftreten.

Sarah Vaughan: „After Hours“, Label: EMI

Sie sind da: Die beiden Sehring S700 Lautsprecher mit Standfuß

Ich bin kein Techniker und habe eigentlich keine Ahnung von Lautsprechern. Hier geht es nicht um Watt und Dezibel, Frequenzweichen, Bi- oder Monowiring. Hier geht es um Gefühle! Um Emotionen! Und es geht darum, wie zwei kleine Holzkisten das Leben verändern können.

Vor ca. 17 Jahren habe ich mir von meinem sauer verdienten Taschengeld zu meinem Harman Verstärker die MB Quart 350s gekauft. Eine Box, die meiner Meinung nach vom Budget und Klang her ein absolut super Preis-Leistungsverhältnis bietet. Ich war immer sehr zufrieden mit ihr.

Vor ein paar Jahren habe ich dann Stück für Stück meine Hauptkomponenten komplett auf Myryads M-Reihe umgestellt, also Verstärker (MI 120), CD-Player (MCD 100) und DVD Player (MDV 200). Schon vorher kam ein Thorens TDK 146MKV hinzu. Und ich war immer noch sehr zufrieden mit den Quarts, denn
auf einmal konnte man Dank des Verstärkers ja viel mehr hören und „erkennen“…

Bei einem Bekannten (baut Boxen selbst und programmiert Surround DSPs…) habe ich dann vor zwei Jahren (!) erkannt, was aus dem Myryad wirklich rauskommt – der Wunsch nach neuen Boxen war geboren. Getreu dem Motto „Die Boxen müssen mindestens genau so viel kosten wie der Verstärker“ machte ich mich auf die Suche nach Boxen in der 1.500 bis 2.000 Euro-Klasse. Erschwerend kommt hinzu, dass der
zu beschallende Raum eigentlich sehr klein ist (ca. 15qm) und unter dem Dach liegt (eine schräge Wand). So sollten es auf jeden Fall kleinere „Kompaktboxen“ werden und meine Quart 350s, die zwar recht schmal, aber auch recht hoch und in diesem kleinen Raum recht bullig wirkte, ablösen.

Ich will jetzt nicht die ganze Geschichte erzählen, aber einige Schlüsselstationen möchte ich doch hier kurz aufführen.

Die Erkenntnis: Was für ein Hörer bin ich eigentlich?

Durch den erwähnten Bekannten wurde mir erstmalig richtig bewusst, was es heißt, vor einem „Monitor“ zu sitzen, also vor einer Box, die absolut neutral und verfärbungsfrei spielt. Da ich selbst auch musiziere, gefiel mir das sehr gut und ich habe versucht, in dieser Richtung weiter zu forschen. Etlichen Händlern bin ich seitdem auf den Nerv gegangen, immer meine Lieblings-CDs zur Hand. Fangt jetzt nicht an zu schimpfen: ich habe auch zu Hause genug gehört – hier ging es mir immer erstmal um eine Vorauswahl. Im August begann auch mein Endspurt, da ich das Geld zur Seite gelegt und auch ein „go“ meiner lieben Partnerin bekommen hatte ;-)

Die Auswahl

Firmen wie Canton, T+A und auch Quart sind von vornherein ausgeschieden. Sie verfremden mir alle den Klang zu stark (ich höre primär Jazz und Klassik) im Vergleich zu weiter unten erwähnten Produkten. Ich lege Wert auf neutralen und nicht mupfigen Bass, eine Sache, mit der scheinbar viele Hersteller echte Probleme haben, von der Höhenlastigkeit und ausgewogenen Mitten ganz zu schweigen. Wie auch immer, am Schluss musste ich mich schließlich entscheiden, und die B&W 705, 805, die Sonus Faber Concertino und die Cremona Auditor (mal zum Testen, ist schließlich rund 1.000 Euro teurer als mein gestecktes Ziel) zierten das kleine Zimmer. Um es kurz zu machen: B&W ist sofort rausgefallen, weil viel zu stark verfärbend in meinen Ohren (obwohl die mir vorher im Laden gut gefielen). Ich bin wie gesagt kein Techniker, aber irgendwie haben die alles „anders“ abgebildet – weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Es mag Leute geben, denen das zusagt, aber naja… nicht mein Fall, ehrlich nicht. Bei Sonus Faber war das schon anders: Die scheinen dem Monitor-Charakter sehr nahe zu kommen. Alles
spielte durch die Bank weg sehr ausgewogen, filigran und doch bassstark. Die Cremona noch einen guten Tick „freier“ (alles waren Testlautsprecher, schon eingespielt). Wunderbare Lautsprecher!

Es schien so, als würde die SF Concertino demnächst meinen Raum zieren oder eine Verschiebung des Zeitpunktes des Einkaufes zugunsten der Cremona stattfinden…

S700

Vor kurzem war ich in Berlin und konnte mit Herrn Sehring einen Termin im Vorfeld ausmachen. Abgesehen davon, dass er ein wirklich netter Typ ist, fand ich das wirklich toll, dass er uns (meine Freundin und mich) so herzlich empfangen hat. Stundenlang konnten wir dann bei ihm „rumhängen“ und das komplette Sortiment durchhören, wobei wir uns auf die 7er Reihe mit der 700er und der 701 beschränkten. Vor Ort war ich sofort Feuer und Flamme für diese Boxen. Wow, wow, wow…. feine
Zeichnung, neutraler und kräftiger Bass usw. Ich war hin und weg. Die mussten zu mir nach Hause zum Testen – unbedingt.

Seit dem 22.12. habe ich die 700er mit Ständer zu Hause, mittlerweile auch schon ganz gut eingespielt (100 Stunden gibt Sehring vor, ich halte das für sehr lang, wobei man den Effekt des Einspielens stark mitbekommt bei diesen Boxen). Ich kann sie, wenn ich will, nach 2 bis 3 Wochen wieder zurückgeben.

Aber das werde ich nicht tun!

Letzte Nacht (nach 4 Stunden Einspielen, ohne dass ich drauf geachtet hätte, und dann dem ersten ultimativen „Hörtest“ zu Hause) ist etwas Seltsames passiert, was mir vorher noch nie passiert ist: Bei jeder CD, die ich eingelegt habe, hat es mir die Tränen in die Augen getrieben! So etwas habe ich noch nie erlebt und „erhört“.
Es gibt wohl so etwas wie eine Offenbarung und ich wünsche Euch allen, dass Euch das auch irgendwann einmal passiert. Nehmt Euch die Zeit und hört, hört, hört. Nur dann kann man das non-plus-ultra für einen selbst finden.

Schaut Euch die Geräte doch einfach mal genauer an….

In diesem Sinne: Einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Weihnachten und so…

Ein schönes, ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest an alle!

Im neuen Jahr geht es mit geballter Kraft hier weiter. Es wird einen sehr ausführlichen Sehring S700 Erfahrungsbericht geben, Neues zu Ardbeg und diverse Rezensionen von neuen CDs aus meiner Sammlung.

Euch allen da draußen einen guten Rutsch ins Neue Jahr und ein supertolles 2005!

Euer Thomas

Schluck: Ardbeg Managers Choice 1999

Whisky hat mehr Wertsteigerungen als Aktien

Es begab sich im Jahr 1999, als ich einen Ardbeg Managers Choice 1999 für damals DM 300,00 erwarb. Abgesehen davon, dass das nur über sehr gute Beziehungen möglich war, denn die 497 Flaschen waren innerhalb weniger Tage weltweit vergriffen, ging es mir vor allem darum, die Vielfalt von Ardbeg näher kennenzulernen.

DM 300 waren damals für mich viel Geld für einen Whisky und ich habe ihn im Keller eingelagert. Dort ist er auch heute noch gut verschlossen und wasser- und lichtdicht verpackt.

Im „Ich verkaufe“ Forum auf Whisky.de habe ich nun einen Thread gefunden, in dem einer seinen Managers Choice angeboten hat. Für EUR 980,00 ist er ihn losgeworden…

Ich werde diesen Whisky wohl niemals öffnen, sondern ihn als Wertanlage ansehen müssen. Oh Mann, ich wollte ihn doch so gerne probieren…

Alle Jahre wieder: Schmalz auf der CD für einen guten Zweck

Wer heute durch die einschlägigen Kaufhäuser und deren CD-Abteilung maschiert, bekommt das kalte Grausen

Warum? Nun, es wimmelt nur so vor Weihnachtssamplern, bei deren Erwerb x Euro/Cent einem guten Zweck zugeführt werden.

Ich verurteile in keiner Weise das Spenden, nein, das nicht. Dennoch erscheint es mir sehr scheinheilig, was man dort angeblich an guten Dingen tun kann. Die Musikindustrie liegt brach und versucht jetzt wieder, uns den letzten Schrott zum Jahresende anzudrehen. Und das ganze für einen guten Zweck. EINEN GUTEN ZWECK! – das ich nicht lache. Bei CD Preisen um die EUR 18,00 ist es absout lächerlich, was da an Spenden an Hilfsorganisationen fließt und im Vergleich bei den Labels hängenbleibt.

DESWEGEN MEIN AUFRUF: Spendet die EUR 18.00 an eine Hilfsorganisation direkt! Damit kann einem Kind in Afrika einen Monat lang das √úberleben gesichert werden!

Frohe Weihnachtszeit!